Fliegenfischen in Namibia
Was ist das Besondere daran?
Denkt man an Namibia, denkt man an ein Wüstenland. Ist ja auch richtig! Namibia liegt zwischen zwei Wüsten, der Namib- und der Kalahariwüste. Kaum einer denkt an Feuchtgebiete oder gar an das Fliegenfischen in Namibia. Falsch gedacht!
Namibia hat fünf Grenzflüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen und sogar sehr gut zu befischen sind, auch mit der Fliege.
Der weltbekannte Okavango, der Sambesi und weniger bekannt, der Kwando Fluss, sind am fischreichsten. Alle diese Flüsse sind im Nordosten Namibias, eine Region die hauptsächlich aus unberührter Natur besteht.
Das Fischen in Namibia ist aber mehr als nur den Fischen nachzustellen, es ist ein überweltigendes Naturerlebnis. Elefanten, Flusspferde und diverse Antilopen kommen zum trinken an die Flußufer. Eine traumhafte Kulisse für den Angler!
„Piscator non solum piscatur“ - Fischen ist mehr als nur einen Fisch zu fangen.
,Wann ist die Beste Jahrezeit zum Fischen in Namibia? Na ja, ich könnte jetzt den Klassiker anbringen: " Jeder Tag ist ein guter Tag zum Fischen!" aber die Beste Zeit ist von Mai bis Mitte Dezember. Ab Mai sinkt das Hochwasser ab und ab Mitte Dezember, mit Beginn der Regensaison steigen die Pegel wieder.
Der Tigerfisch
Den Tigerfisch (Hydrocynus Vittatus) findet man in den meisten Wassersystemen des südlichen Afrikas, besonders im Sambesi, Kwando, Okavango, dem Kariba See und vereinzelt auch im Chobe. Silber Flanken mit horizontal schwarzen Streifen, sowie wunderschönen orange-roten
Flossen machen diesen Fisch unverkennbar.
Beosnders jedoch seine Zähne! Scharf, spitz und gefährlich.
Tigerfische sind furchtlose Räuber. Die jüngeren Fische jagen in Schwärmen, wobei die Größeren in kleinen Gruppen oder einzeln jagen. Beute sind kleinere Tigerfische und alle anderen Fischarten die in den entsprechenden Flüssen vorkommen.
Am bequemsten und effektivsten fischt man vom Boot aus, dieses bietet eine größere Mobilität und Sicherheit vor anderen Flußbewohnern - dem Krokodil.
Idealer weise treibt man mit dem Boot Strom ab, hält eine Entfernung von ca. 30 m zum Ufer um dann die Fliege in Ufernähe zu positionieren.
Alternativ verankert man das Boot nahe Strömungskanten und Stromschnellen, denn überall dort wo reichlich Sauerstoff ist, kann man mit Tigerfischen rechnen.
Kurz lässt man die Fliege absinken und strippt dann schnell ein, meistens erfolgt der Biss nach den ersten eingestrippten Metern. Der Biss kommt völlig unerwartet und ist extrem aggressiv!
Der darauf folgende Run ist schnell und nicht zu stoppen. Versucht man es doch, kommen die gefürchteten Sprünge des Tigers, der bis zu 2 m aus dem Wasser springen kann. Hat man ihn dabei nicht verloren, beginnt ein langer Kampf!
Was für Fische können sonst noch gefangen werden?
- Nembwe (Serranochromis robustus)
- Rotbrust Tilapia (Tilapia rendalli)
- Dreiflecken Barsch (Oreochromis andersonii)
- Humpback (Serranochromis altus)
- Thinface (Serranochromis angusticeps)
- Afrikanischer Hecht (Hepsetus odoe)
- Afrikanischer Raubwelz (Clarias gariepinus)

